Surspeichersanierung in Traunstein

Die brenner BERNARD ingenieure GmbH wurde vom Wasserwirtschaftsamt Traunstein mit der Sanierung des Grundablasses des Surspeichers beauftragt.

Der Surspeicher liegt im bayrischen Landkreis Traunstein und dient dem Hochwasserschutz sowie der Stromerzeugung. Der Speicher hat ein Volumen von über 5 Mio.m³ und einen 24 m hohen und 240 m langen Staudamm. Der Grundablass besteht aus einem ca. 160 m langen Stahlbetonrohr mit einem Durchmesser von 2,4 m und einem ca. 22 m tiefen Schieberschacht. In diesem sind zwei 3,2 m x 2,6 m große Rollschütze eingebaut. Der Stahlwasserbau dieses 1968 errichteten Schieberschachtes soll nach annähernd 50 Jahren erneuert bzw. rehabilitiert werden.

Die Sanierung im Schieberschacht betrifft vor allem die Rehabilitierung der beiden Schützentafeln und der Stahlpanzerung sowie die Erneuerung des Antriebs. Die kompletten hydraulischen Komponenten und die Rollen müssen erneuert werden. Ein großes Problem stellen die asbesthaltigen Anstriche der Panzerung und Schützentafeln dar. Die Tafeln können ausgebaut werden und der Anstrich im Werk wird fachgerecht entfernt und entsorgt. Schwieriger gestaltet sich die Entfernung der Anstriche der Panzerung, da sie nicht ausgebaut werden kann. Um zu verhindern, dass asbesthaltige Stoffe freigesetzt werden, wird der gesamte Arbeitsbereich luftdicht eingeschlossen. Man spricht in diesem Fall von einem „Schwarzbereich“, der nur über eine Schleuse betreten werden kann. Die Arbeiter tragen für diese Arbeiten selbstverständlich Schutzkleidung und Atemschutz. Neben den Arbeiten am Stahlwasserbau sind kleinere Betonsanierungen notwendig, um die Dauerhaftigkeit des Bauwerks sicherzustellen. Abschließend werden noch kleinere bauliche Veränderungen an der Lüftung und der Pegelablesung vorgenommen.

Die Baulogistik ist komplex, da diese Arbeiten in einem Schacht mit nur 4 bis 5,20 m Durchmesser durchgeführt werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Sanierung unter Teileinstau des Speichers stattfindet, damit die Wasserkraftanlage weiterhin in Betrieb bleiben kann.