Neukonzeption der Zentralen Omnibushaltestelle Paderborn

Die Stadt Paderborn prüft im Rahmen des integrierten Handlungskonzepts Innenstadt und der Förderung des ÖPNV die Neuerrichtung einer zentralen Omnibushaltestelle (ZOH) im Bereich der Straße An der Westernmauer. Im Anschluss an die erste Beteiligung der allgemeinen Öffentlichkeit im November 2015 (vgl. Meldung vom 18.11.2015) wurde eine Konzeption einer leistungsfähigen Umsteigehaltestelle für den Stadt- und Regionalbusverkehr mit Platz für bis zu 14 haltende Gelenkbusse entworfen.

Der Bereich Westernmauer ist derzeit durch eine Grünfläche mit hohem Baumbestand geprägt und grenzt an die mit etwa 24.000 Kfz-Fahrten/24h stark belastete Friedrichstraße als Teil des Innenstadtrings an. Die bestehende Haltestelle Westerntor wurde in der Konzeption in die neue ZOH integriert, gleichzeitig musste die Radverkehrsführung entlang der Haltestelle verlegt werden. Die Leistungsfähigkeit der umliegenden Verkehrsknotenpunkte nach Errichtung der Haltestelle wurde mithilfe einer mikroskopischen Verkehrsflusssimulation nachgewiesen. Eine Herausforderung stellen Erhalt und Integration des stadtbildprägenden Baumbestands auf der Fläche der geplanten ZOH und der Wetterschutz für Fahrgäste im Umfeld der Bäume dar.

Die Konzeption erfolgte in Zusammenarbeit mit den Stadtplanern von ASTOC Architects & Planners und den Freiraumplanern der Planergruppe Oberhausen. Damit wurde die verkehrsplanerische Kompetenz zum einen um städtebauliche Belange zur Revitalisierung der Königsplätze und die Aufwertung der fußläufigen Verbindung zwischen ZOH und Innenstadt ergänzt. Zum anderen wurden freiraumplanerische Aspekte, darunter die Gestaltung der Fahrgast-Wartebereiche und die Integration der ZOH in die historische Wallanlage, berücksichtigt.