Am Weg zur europäischen Energiewende rückt ein bayerisches Großprojekt immer stärker in den Fokus: das Pumpspeicherkraftwerk „Energiespeicher Riedl“. In unmittelbarer Nähe des bestehenden Laufwasserkraftwerks Jochenstein möchte Verbund einen entscheidenden Beitrag für die Netzstabilität der Zukunft etablieren.
Das Prinzip ist so simpel wie effektiv: In Zeiten von Stromüberschuss wird Wasser aus der Donau in ein 330 m höher gelegenes Oberbecken gepumpt. Besteht hingegen ein Defizit im Netz, fließt das Wasser durch den unterirdischen Stollen zurück in die Donau und treibt dabei zwei Turbinensamt Generatoren an, die die gespeicherte Energie in Form von elektrischem Strom tatsächlich hocheffizient wieder in das Netz einspeisen. Ein wesentlicher Aspekt für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen ist die Auslegung auf eine Lebensdauer von 100 bis 150 Jahren. Mit einer maximalen Leistung von rund 300 MW und einer Speicherkapazität von etwa 5 GWh, kann die Anlage täglich den nutzbaren Energieinhalt der Akkus von rund 45.000 Mittelklasse-Elektrofahrzeugen (BEVs) speichern.
Es heißt, dass das Planfeststellungsverfahren eines der komplexesten in der Region war. Der entsprechende Beschluss liegt seit Herbst 2025 vor. Um die Zeit bis zum Baubeginn zu nutzen, erhielt die BERNARD Gruppe als Federführer in einer Planungsgemeinschaft den Auftrag für die Ausschreibungsplanung der Bauleistungen. Es erfüllt uns mit Stolz, erneut ein äußerst spannendes und herausforderndes Großprojekt für Verbund planen zu dürfen.
Philipp Schumacher, BERNARD Gruppe