Im Rahmen der Errichtung des Flucht- und Rettungstunnels wird der bestehende Landecker Tunnel bis 2030 nicht nur hinsichtlich der erforderlichen Sicherheitsanforderungen auf Stand gebracht, sondern erhält eine Generalsanierung.
Um Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren, sind im Rahmen der behördlichen Genehmigungen eine Vielzahl von Maßnahmen ausgearbeitet worden. Zur Sicherstellung der bescheidgemäßen Ausführung und regelmäßigen Berichtslegung erfolgte die Bestellung einer Umweltbaubegleitung. Seit Oktober 2025 ist die BERNARD Gruppe mit dieser Aufgabe betraut. Daneben werden auch die wasserwirtschaftliche Beweissicherung sowie die Prüfgeotechnik abgedeckt. Die Funktion der Umweltbaubegleitung beschränkt sich nicht auf die Überwachung von Maßnahmen, sondern schließt die laufende Einbindung ins Baugeschehen und insbesondere eine konstruktive Mitwirkung in der Bewältigung auftretender Herausforderungen ein. Im Zuge der Bauumsetzung kommt es immer wieder zu Situationen, die in Hinblick auf mögliche Auswirkungen auf die umgebenden Lebensräume zumeist rasch abzuklären sind. Häufig ist etwa die Abstimmung von Bautätigkeiten hinsichtlich sensibler Zeiträume wie z. B. Amphibienwanderungen oder Vogelbrutzeiten erforderlich. Die Dokumentation von Vorgaben zu Baufeldabgrenzungen, Beleuchtungskonzepten, Bauwasserhaltungen etc. sowie ein fachgerechtes Neophytenmanagement bedingen die regelmäßige Anwesenheit der Umweltbaubegleitung vor Ort. Eine Herausforderung beim Projekt sind die sehr beengten Platzverhältnisse an den Portalen und die Nahelage bestehender hochrangiger Verkehrsinfrastruktur sowie die Minimierung von deren Nutzungseinschränkungen. Als Umweltbaubegleitung wird die BERNARD Gruppe das Vorhaben A12 Landecker Tunnel (Flucht- und Rettungswege, STSG und Generalsanierung) bis 2033 begleiten, da nach den Hauptbauarbeiten auch die Umsetzung der Rekultivierungsmaßnahmen in deren Zuständigkeit fällt.
Renate Pohl, BERNARD Gruppe