Nach über sechs Jahren Bauzeit konnte Mitte Dezember 2025 die endgültige Verkehrsfreigabe an den vielarmigen Knotenpunkten am Leipziger Dreieck südlich des Havelübergangs Lange Brücke erfolgen.
Die BERNARD Gruppe plante und begleitete während dieser Zeit sämtliche Kreuzungssignalisierungen, sowohl für die temporären Bauzustände mit anspruchsvollen Verkehrsführungen, als auch für den sukzessiv fertiggestellten Endausbau an allen fünf LSA-Knotenpunkten. So wurde eine wartezeitoptimierte Abwicklung des Fuß- und Radverkehrs, das zügigere Wenden der Straßenbahn am Hauptbahnhof sowie eine aufeinander abgestimmte Koordinierung des stadtein- und stadtauswärtigen Bundesstraßenverkehrs sichergestellt. Die neuen Verkehrsführungen ermöglichen ein kurzwegiges und störungsarmes Aufstellen und Wenden der Straßenbahn, ein regelkonform zeitgemäßes Bedienungsangebot für den Fuß- und Radverkehr sowie eine konfliktarme und effiziente Kfz-Abwicklung auch abbiegender MIV-Ströme. Durch die optimierten Verkehrsabläufe profitieren sowohl der Individualverkehr als auch der öffentliche Nahverkehr von mehr Sicherheit, Planbarkeit und Leistungsfähigkeit. Eine besondere Priorität lag auf der Realisierung und der Sicherstellung von zuverlässigen unterschiedlichen Grüne-Welle-Beziehungen im hochbelasteten Kfz- und dominanten Radverkehr mit z.T. Übereckbeziehungen bei engen Knotenpunktabständen und individuellen steuerungstechnischen Freiheitsgraden an den einzelnen Teilknoten. Eine zentrale Grundlage für den Projekterfolg war die enge Abstimmung mit den zuständigen städtischen Fachbereichen und allen externen Planungsbeteiligten. Die BERNARD Gruppe verantwortete die verkehrstechnische Planung, begleitete die Umsetzung im Rahmen der LSA-Bauüberwachung und optimierte die Verkehrsführung während der Bauphase. Mit dieser wichtigen Potsdamer Infrastrukturmaßnahme wurde die Voraussetzung für eine zukunftsfähige Erschließung des Hauptbahnhofes geschaffen.
Jörg Stowasser, BERNARD Gruppe