Im Rahmen der nationalen Wasserstoffstrategie soll als Teil des Kernnetzes eine Wasserstoff-Pipeline zwischen Grenzach-Wyhlen und Waldshut-Tiengen entlang des Hochrheins entstehen. Da diese Pipeline zunächst ohne weitere Netzanschlüsse als Inselnetz betrieben wird, hat der zukünftige Betreiber, die badenovaNETZE, die BERNARD Gruppe mit einer Konzeptstudie für einen obertägigen Wasserstoffdruckspeicher beauftragt.
Dieser Speicher soll primär der Bereitstellung von gasförmigem Wasserstoff dienen, um im Falle eines Ausfalls der Elektrolyseure Regelenergie bereitzustellen und damit den Pipeline-Druck aufrechtzuerhalten. Eine untertägige Speicherung von Wasserstoff, beispielsweise in Kavernen, ist aufgrund der örtlichen Geologie nicht möglich. Das Leistungsbild umfasst alle relevanten Fachthemen der frühen Planungsphase – von der Grundlagenermittlung über die Komponentenauswahl und Anlagenauslegung bis hin zur sicherheitstechnischen Betrachtung und Kostenschätzung. Ein besonderer Schwerpunkt der Studie lag auf dem Thema Sicherheit. Aufgrund der hohen Lagermengen an gasförmigem Wasserstoff ist ein Höchstmaß an Sicherheit zwingend erforderlich.
Die Studie zeigt die technische Machbarkeit auf und dient als belastbare Entscheidungsgrundlage für die Weiterentwicklung der Wasserstoffinfrastruktur am Hochrhein.
Julian Schnitzius, BERNARD Gruppe