Mit der Eröffnung der Wasserstofftankstelle setzen die Stadt Freiburg, die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) sowie der regionale Energieversorger badenova ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität und die kommunale Energiewende. Das zukunftsweisende Projekt ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Errichtung einer autarken Wasserstoffversorgung auf dem Gelände einer ehemaligen Deponie im Norden Freiburgs.
Ein bedeutender Teil des kommunalen Fuhrparks der ASF, darunter bereits 22 Abfallsammelfahrzeuge, wird heute schon von Brennstoffzellen angetrieben. Dank der neuen Tankstelle können diese Fahrzeuge nun direkt auf dem Deponiegelände mit gasförmigem Wasserstoff befüllt werden. Die Tankstelle verfügt über eine Verdichterstation, in der ionische Flüssigkeit als Betriebsmittel zum Einsatz kommt. Diese Lösung ermöglicht eine Verdichtung des Wasserstoffs auf über 900 bar(g). In Kombination mit der Vorkühlung des Wasserstoffs wird hierdurch eine schnelle und effiziente Betankung der Fahrzeuge mittels Überströmverfahren gewährleistet. Der nächste Schritt ist die lokale Produktion von grünem Wasserstoff. Im Laufe des ersten Quartals 2026 wird die ASF Solar die dafür notwendige Infrastruktur in Betrieb nehmen. Ein kompakter 1-MW-PEM-Elektrolyseur wird den Wasserstoff aus einer 2,5-MW-Photovoltaikanlage und aufbereitetem Brunnenwasser produzieren. Zusätzliche Nieder- und Hochdruckspeicher mit einer Gesamtkapazität von 630 kg Wasserstoff sowie eine weitere Abgabeeinrichtung werden eine kontinuierliche Versorgung der Wasserstofftankstelle gewährleisten. Die vollständige Versorgung der Flotte mit lokal erzeugtem grünem Wasserstoff ist für Anfang des zweiten Quartals 2026 anvisiert. Die BERNARD Gruppe begleitet das Gesamtprojekt in den Leistungsphasen 1 bis 9. Wir freuen uns, hier maßgeblich bei der Realisierung dieses zukunftsweisenden Vorhabens mitzuwirken.
Jonas Morawa, BERNARD Gruppe