Am Überseehafen der norddeutschen Großstadt Rostock werden neben zahlreichen Passagieren auch bis zu 30 Millionen Tonnen Güter pro Jahr umgeschlagen. Um die damit verbundenen logistischen Aufwände der kontinuierlich bewegten LKW-Trailer zu organisieren, setzt die Rostock Port GmbH auf eine projektspezifische Prototypenentwicklung der BERNARD Gruppe.

Umfang des Projekts ist eine Komplettlösung, deren Ziel eine Echtzeitbereitstellung von Lokalisations- und Identifikationsdaten ist. Letztere basieren auf der Detektion von LKW- und Trailer-Kennzeichen und perspektivisch auf dem am Container angebrachten International Loading Unit Code (ILU-Code).

Die Umsetzung beruht auf einer Kombinationslösung: An vordefinierten Passagestellen detektieren mehrere in-house entwickelte BERNARD Character Analyser (BCAs) Kennzeichen aus großer Entfernung. Die leicht adaptierte Version des Produkts findet damit neben den bisherigen Anwendungen, wie der Erhebung von Quell-, Ziel- und Durchgangsverkehren, neue Aufgabengebiete. Wirtschaftliche und technische Aspekte der Skalierbarkeit auf das gesamte Hafengelände können anhand der lokalen Anforderungen künftig durch vollautonome Drohnenflüge realisiert werden. Ohne einen dedizierten Piloten verlassen die Flugobjekte ihre Ladestation und fertigen Aufnahmen entlang festgelegter Flugrouten und unter vordefinierten Sichtwinkeln an. Diese werden mit geringer Latenz vollautomatisiert prozessiert und zusammen mit Standortkoordinaten und weiteren Metadaten an den Auftraggeber übermittelt. Manuelle Testflüge wurden dokumentiert und sind richtungsweisend für den Abschluss des Projekts.

Parallel zur Prototypenentwicklung wurde die BERNARD Gruppe im Projektzeitraum für konkrete Folgeprojekte angefragt, deren Umsetzung die Nachverfolgung von Trailern beim Verlassen des Hafengeländes sowie im weiteren Verlauf beinhaltet.

Felix Zust, BERNARD Gruppe