Die BERNARD Gruppe wickelt im Auftrag des Landes Vorarlberg mehrere anspruchsvolle Infrastrukturprojekte ab. Brücken und Straßen müssen nach einer gewissen Lebensdauer generalsaniert oder vollständig erneuert werden. Die dafür erforderlichen Planungen und statischen Berechnungen werden durch unsere Expertinnen und Experten durchgeführt.
Viele dieser Bauwerke stammen aus einer Bauperiode vor rund 50 Jahren. In absehbarer Zeit stehen bei zahlreichen dieser Konstruktionen Generalsanierungen oder Ersatzneubauten an. Brücken aus dieser Zeit machen über 60 Prozent der Gesamtbrückenfläche des Landes aus, wovon etwa 40 Prozent als sanierungsbedürftig eingestuft sind. Zu Beginn jedes Projekts wird ein umfassendes Erkundungsprogramm durchgeführt. Dabei werden die verbauten Materialien hinsichtlich möglicher Umweltbelastungen und Korrosionsschäden geprüft. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird entschieden, ob ein Neubau erforderlich ist oder ob das bestehende Bauwerk ertüchtigt und generalsaniert werden kann. Ziel jeder Generalsanierung ist es, eine Restlebensdauer des Tragwerks von über 50 Jahren zu gewährleisten. In bestimmten Fällen kommt dabei die sogenannte Integralisierung der Brücke zur Anwendung. Dieses Verfahren verändert das statische System der Konstruktion dahingehend, dass wartungsintensive Bauteile – wie beispielsweise Brückenlager – überflüssig werden. Die hierfür notwendigen statischen Berechnungen und Konstruktionslösungen stellen eine zentrale Herausforderung dar und spiegeln die technische Kompetenz der Ingenieurinnen und Ingenieure der BERNARD Gruppe wider.
Christian Wollinger, BERNARD Gruppe