Die BERNARD Gruppe ist in der Mongolei im Bereich Infrastruktur tätig und bringt dabei ihre internationale Projekterfahrung ein. Aktuell begleiten wir in der Stadt Darkhan, dem drittgrößten urbanen Zentrum des Landes mit über 70.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, die umfassende Erneuerung des örtlichen Trinkwasserversorgungssystems.

Im Rahmen dieses internationalen Vorhabens ist die BERNARD Gruppe für die technische Bauaufsicht verantwortlich und trägt somit zur nachhaltigen Verbesserung der Versorgungsinfrastruktur bei. Konkret geht es um die Erneuerung von 13,3 Kilometern Trinkwasserleitungen unter Einsatz österreichischer Gussrohrtechnologie von TRM. Diese besonders widerstandsfähigen Rohrsysteme sind ideal auf die rauen klimatischen Bedingungen der Region abgestimmt – insbesondere auf die extrem kalten Winter mit Temperaturen bis zu -30 °C. Zusätzlich werden 15.000 digitale Wasserzähler installiert, die künftig eine transparente und faire Verbrauchserfassung gewährleisten.

Die Umsetzung des Projekts startete im Herbst 2023 und ist auf eine Dauer von 24 Monaten ausgelegt. Der Transport der Materialien über die mehr als 6.000 Kilometer lange Strecke der Transsibirischen Eisenbahn stellte ebenso eine logistische Herausforderung dar wie zolltechnische Fragen beim Import in die Mongolei. Weitere Erschwernisse ergaben sich durch die klimabedingten Baupausen während der langen Wintermonate.

Ein zentrales Thema war auch die Einführung internationaler Sicherheitsstandards auf der Baustelle. Diese Maßnahmen waren nicht nur in organisatorischer und kultureller Hinsicht besonders anspruchsvoll, sondern zugleich auch notwendig, um Gesundheit und Sicherheit für alle Beteiligten langfristig zu gewährleisten.

Trotz aller Herausforderungen wurden bisherige Erfolge vor allem durch die enge und offene Zusammenarbeit aller Projektpartner möglich. Regelmäßige Videokonferenzen, Schulungen vor Ort sowie eine Studienreise mongolischer Fachkräfte nach Österreich sorgten für einen effizienten Wissensaustausch und eine hohe Identifikation mit dem Projekt.

Auch nach Bauende bleibt BERNARD aktiv: Für drei weitere Jahre begleiten wir die Nachbetreuung und Systemüberwachung – mit dem Ziel, unser Engagement in der Mongolei weiter auszubauen.

Martin Kraft-Fish, BERNARD Gruppe